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Ein Engel am NürburgringGrößtes Country-Open-Air-Festival Europas. Hagel, Stromausfall und ein Engel am Nürburgring Fast schon Tradition beim TRUCK-GRAND-PRIX am Nürburgring: Irgendwann an den drei Tagen spielt das Wetter in der Eifel verrückt. Dieses Jahr war es der Samstagnachmittag, an dem ein schweres Unwetter mit Hagelschauern die Rennstrecke heimsuchte und für längere Zeit sogar einen totalen Stromausfall verursachte. Die Rennabläufe wurden erheblich verzögert und der Soundcheck für Europas größtes Countryfestival am Abend in der Müllenbachschleife wurde völlig durcheinandergeworfen. Als rettender Engel in der Not entpuppte sich DAGMAR LAY D., die obwohl mit dem größten Troß angereist – allein 18 (!) Mitwirkende bei ihrer AMERICAN SHOW – , trotzdem mit selten erlebter Professionalität ihren für 60 Minuten vorgesehenen Soundcheck in nur 20 Minuten durchzog. Man glaubt gar nicht, wie energisch und konzentriert solch ein zartes Persönchen durchgreifen kann. Und daß sie auch nach 20 Jahren auf den großen Bühnen nie die Kollegialität vermissen läßt, mag man daran ablesen, daß sie Hermann Lammers Meyer 15 Minuten ihrer eigenen Show-Zeit "schenkte". So konnte Country-Urgestein "Herman the German" mit den Emsland Hillbillies seine Vorstellung von Country-Music doch noch auf der großen – jetzt wieder sonnigen - Open Air Bühne zeigen, denn (ob Unwetter oder nicht) ab jetzt liefen die Stoppuhren der Organistoren wieder unerbittlich.
Die Chartstürmer BOSS HOSS waren als Nächste dran und lieferten die Musik ab, mit der sie auch in den Verkaufscharts stehen. Das war eine Art von Rockabilly und für die ‚alteingesessenen' Besucher des Festivals sehr gewöhnungsbedürftig. Die Veranstalter gucken halt gern mal über den Tellerrand. Aber vielleicht hätte man der Band und dem Publikum einen größeren Gefallen getan, wenn sie als Letzte an den Start gegangen wäre. Die wahren Fans der Gruppe hätten dafür sicher Verständnis gehabt und die Ausdauer aufgebracht. Und der Rest hätte frei entscheiden können, so wartete man jetzt auf das nächste Highlight. Das große Höhenfeuerwerk im Anschluß ist tatsächlich immer wieder ein unvergeßliches Erlebnis. Wenn dann unter dem Dröhnen der Truck-Fanfaren am Ende der explosiven Darstellung "Heroes of the world" am Abendhimmel aufleuchtet, nimmt der Jubel kein Ende. Für manchen sicherlich auch ein Ausdruck der Ergriffenheit. Zu Ende war der Abend aber noch lange nicht. Doch über TOM ASTOR's Auftritte am Ring noch Worte zu verlieren, hieße in der Tat Eulen nach Athen tragen. Der Mann gehört einfach dazu. Noch ein Wort zum Schluß: Die Veranstalter sprechen von 40.000 Besuchern, "gefühlte" Besucher eher 80.000. Aber wie auch immer, das ROLLING STONES-Konzert am nächsten Tag in Köln sollen laut den Zeitungen 38.000 besucht haben, ein sehr schöner Vergleichswert. Mit nur einem Unterschied: Der Ring wird auch im nächsten Jahr garantiert wieder zur Wallfahrtsstätte, denn alle wollen wiederkommen!!! Ob die STONES wieder kommen..... ©mike marasch juli2006 für CLD Musik CLD MUSIK
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